Sonntag, 1. September 2019

BIRKEBEINER-Marathon in Norwegen

Kurz nach meinen Erfolg bei der heurigen SALZKAMMERGUT TROPHY hatte ich in Salzburg ein Treffen mit Gunn-Rita Dahle, eine der erfolgreichsten Mountainbikerinnen der letzten 20 Jahre.. Dabei fragte ich sie natürlich auch über geniale Rennen in Norwegen aus und bekam zur Antwort, dass der BIRKEBEINER-Marathon ein tolles Event wäre.. Da an diesen Wochenende kein so wichtiges Rennen in Österreich am Plan stand, buchte ich den Flug, meldete mich an und besorgte mir eine Unterkunft..





Es freut mich riesig, dass ich von Gunn-Rita auch die Zusage bekommen habe, dass sie am 18. Juli 2020 bei der Salzkammergut Trophy gemeinsam mit mir um 5 Uhr morgens am Start der A-Strecke stehen wird!!! Sie will unbedingt ein schwarzes T-Shirt haben.. :P




Aber nun zum Rennen..



Am Donnerstag in der Früh machte ich mich auf den Weg nach Wien und nach einen ca. 2-stündigen Flug war es auch schon so weit, ich landete in Oslo.. Danach ging es mit dem Zug weiter nach Lillehammer, auch diese Reise dauerte wieder ca. 2 Stunden.. Wobei es die schönste Zugfahrt meines bisherigen Lebens war.. Man fährt immer entlang vom größten See Norwegens, direkt beim Wasser – ein tolles Erlebnis!!!

Nach einer kurzen Taxi-Fahrt war ich auch schon angekommen im Hotel direkt unterhalb von der weltberühmten Skisprungschanze in Lillehammer.. Um die Beine auszulockern besuchte ich diese natürlich sofort.. :)




Am Freitag machte ich schließlich eine kleine Bike-Ausfahrt, holte mir die Startnummer ab und bereitete mich auf`s Rennen vor.. Das spezielle am BIRKEBEINER-Marathon ist mit Sicherheit, dass man während dem Rennen einen Rucksack tragen muss – dies hat einen historischen Hintergrund.. Vor über 800 Jahren war der damalige König im Bürgerkrieg in Rena gestorben und die Birkebeiner (so hieß das Volk welches dort lebte) brachten das Baby von ihm in Sicherheit nach Lillehammer = Start+Ziel vom BIRKEBEINER-Marathon.. Genau deshalb muss der Rucksack 3,5 Kilogramm schwer sein, also dem Baby-Gewicht entsprechen.. ;)




Manchmal kommt es anders als man denkt...

Eigentlich wollte ich am Samstag den UltraBirken fahren, einen 100 Kilometer langen Marathon, der mit 60 Prozent Trail-Anteil sehr technisch sein soll.. So machte ich mich um 7 Uhr mit einen Bus auf den Weg zum Start.. Dort angekommen wartete ich auf den Start und als der Startschuss fiel, krachte es plötzlich bei meinen Bike, der Freilauf beim Hinterrad war defekt und ich kam keinen Meter vorwärts.. :( Ich dachte mir nur, das kann es jetzt nicht sein... Die lange Anreise nach Norwegen und dann ohne Rennen wieder nach Hause?? Dort im Start-Bereich konnte mir auch niemand helfen, da dieses technische Problem nicht sooo einfach zu beheben ist.. Meine einzige Hoffnung war also noch der Start beim traditionellen Birkebeiner-Marathon in der Elite Klasse zu starten.. Jedoch musste mich dafür zuerst jemand vom Veranstaltungs-Team zurück nach Lillehammer bringen, dort wurde mein Freilauf vom SHIMANO-Team repariert und anschließend fand sich auch noch jemand der mich zum neuen Start nach Rena – mehr als 2 Stunden Autofahrt – brachte.. Die neue Strecke 86 Kilometer und Start um 15:30.. Da ich um 5 Uhr beim Frühstück saß, war der Tag schon etwas lange und die Vorbereitung auf`s „neue“ Rennen sicherlich nicht optimal, jedoch war ich einfach nur froh, dass ich überhaupt einen Bewerb fahren konnte.. Die neue Strecke war technisch nicht wirklich anspruchsvoll, aber typisch norwegisch: sehr viele Bäume, unendlich lange Loipen, Regen, Nebel, Schafe, Kühe, rote Häuser – alles war mit dabei, nur Elch sah ich keinen.. Nach 2 Stunden und 59 Minuten war die Tempo-Raserei schließlich auch schon wieder vorbei und ich kam erschöpft und leicht unterkühlt in Lillehammer an.. :)




Wenn ich heute, Sonntag, aus dem Fenster blicke bin ich froh, dass unser Rennen schon gestern war, den es regnet wieder eimal sehr stark.. Ich werde jetzt noch versuchen die Zeit hier in Norwegen zu genießen, bevor es morgen wieder ab nach Hause geht..


traumhafte Anreise mit dem Zug entlang vom größten See Norwegens.. :)

Die weltberühmte Skisprungschanze von Lillehammer im Hintergrund..

diesen Ausblick haben die Skispringe..

Die olympische Fackel im Zielbereich der Skisprungschanze

Gott sei Dank war auch SHIMANO vor Ort.. :)

DANKE an die Shimano-Männer für`s tolle Service!!!

überglücklich, doch noch das Ziel erreicht zu haben.. :)

YEAH - Gunn Rita Dahle kommt zur Salzkammergut Trophy 2020!!!!!

leicht dreckig im Hotelzimmer angekommen.. ;)





Es war auf jeden Fall wieder eine neue Erfahrung in einen grünen Land, wo alles noch etwas ruhiger abläuft als wir es von zu Hause gewohnt sind und deshalb werde ich wieder einmal kommen – mit dem UltraBirken habe ich noch eine offene Rechnung.. :)




ride on Lukas

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